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Vollständige Version anzeigen : Suche nach dem richtigen Brett



Briebert87
25.09.2015, 15:34
Hallo Zusammen,

ich fahre auf einer 2 Board Strategie. 112l Patrik FSW (sehr geiles Board) und 91l Rebell.
Das Problemkind ist der Rebell. Irgendwie komm ich mit ihm beim Halsen nicht klar. Klar in Punkto Wasserstart und Fahren habe ich keine Probleme, allerdings bekomm ich keine Halsen hin. Bei dem kleinsten Fehltritt würge ich das Board ab. Nun stell ich mir die Frage, ob es vielleicht am Board liegt.Könnt ihr mir hier weiterhelfen?
Ich fahre das Board ab 5.7qm und wiege ohne alles 83kg ;)

Gruß Flo

concasurfdude
26.09.2015, 08:37
Hallo Flo,

es hat hier wahrscheinlich mehrere Ursachen. Zuerst einmal ist klar, dass dein FSW besser durch die Halse gleitet, da das Heck wesentlich breiter ist und viel mehr Volumen hat. Das Board reagiert dadurch wesentlich unempfindlicher auf Fehltritte und benötigt nicht so viel Geschwindigkeit bzw. Druck im Segel. Du tust dir bei deinem Gewicht denke ich leichter, wenn du das 5,7 mit deinem FSW nutzt, zumindest wenn es keinen Wellenschub hat oder böig ist.
Wichtig beim Halsen ist, dass du immer mit viel Geschwindigkeit in die Halse fährst und das erste Drittel ab Halbwindkurs Raumwind fährst und dann erst mit dem Carven beginnst.
Dein Rebell ist eigentlich ein gutes Board, ich bin den 91l als Singlefin schon öfter im Urlaub gefahren, bei dem ich an deiner Stelle bleiben würde, es sei denn, du fährst nie in der Welle und hast es auch nicht vor. Dann könntest du vielleicht über einen kleinen FSW nachdenken.

Gruss

Christian

Ralph
26.09.2015, 08:54
Sehe ich auch so. Wenn "abwürgen" bedeutet, daß Du spätestens auf Vorwindkurs stehenbleibst, und das Brett absäuft, warst Du von Beginn an zu langsam, oder hast in der Kurve zu viel Speed vernichtet. Bei einem, wenn auch gemäßigten, Sinker, muß es schon schnell gehen, vor allem das Shiften. Es geht auch ohne durchzugleiten, wenn Du das Segel nur rechtzeitig wieder in der Hand hast. Aktiv das Rigg auf die neue Seite rumreißen, und Du stehst die Halse zumindest. Ich würde mal an ein Stehrevier fahren, und den ganzen Tag nur halsen...
Die Frage ist aber - hast Du denn schon Erfahrung mit anderen Boards, dieser Art/Volumenklasse? Kann passieren, daß es mal nicht passt. Hatte mir vor vielen Jahren mal kurz einen Mistral Flow ausgeliehen; ein damals hochgepriesenes Brett. Konnte damit keine 10 Meter unfallfrei surfen, es ging einfach nicht. Andere waren damit glücklich.

Gruß

Ralph

levante
26.09.2015, 10:24
Ich fürchte auch, daß es eher an der Fahrtechnik liegt. Der Rebel gleitet eigentlich sehr gut durch die Halse (ich habe selbst allerdings bisher nur die kleineren Modelle gefahren). Vielleicht hilft es Dir ja, die Halse mit kleineren Boards erstmal nicht als 180° Manöver zu betrachten, sondern eher als 90° Haken von Raumwind auf Raumwind. Also erst wieder anluven wenn Du nach dem Shiften wieder in den Schlaufen stehst und eingehängt bist.
Gewicht nach vorne - also mehr Druck auf den Mastfuss hilft bei kleinen Boards auch enorm (Mastarm strecken & mit der Segelhand bewusst dichthalten).

Surf Maniac
26.09.2015, 19:08
112l Patrik FSW (sehr geiles Board) und 91l Rebell.


Ich denke auch, dass die Boards abgesehen von der Outline komplett verschieden sind und das "FSW" eher ein geschwindigkeitsorientiertes Freerideboard ist, da es m. M. keinen Rocker hat.
Somit fällt es in der Halse erst sehr spät aus dem Gleiten.
Warum es die Bezeichnung Wave im Namen trägt, müsste man mal den Anbieter fragen.
Wie verarbeitet ein Board ohne Rocker denn Wellenschub?

Briebert87
29.09.2015, 09:59
Vielen Dank für eure Antworten. Ich werde die Herbststürme ausnutzen um mit dem Rebel die Halsen zu lernen.
Zum Patrik, ich habe halt oft die Erfahrung gemacht, dass es bei 18-20kn schon sehr kabbelig auf der Nord und Ostsee sein kann. Ich war am We am Jadebusen und da ging das 5.7 sehr gut mit dem Patrik.
Die Zeit wird es zeigen ;)

Vielen Dank.